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Nein, Vielleicht, Ja!

  • dukewhite
  • 13. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Hallo liebe Leser und Leserinnen


Ich dachte, komplizierter als ich geht nicht, aber ich toppe mich wieder einmal selbst.


Ich weiß ja, dass ich mich schwer tue, mich Menschen zu öffnen, geschweige denn eine ernsthafte Kommunikation über einen Chat zu führen. Schreiben fühlt sich für viele leicht an, für mich ist es oft das Gegenteil. Worte ohne Stimme, Sätze ohne Gesicht. Ich kann es nicht leiden, wenn ich nicht sehen kann, wie mein Gegenüber auf meine Antworten oder Fragen reagiert.


Ich brauche die Nähe in einem Gespräch. Nur dann kann ich den Menschen dahinter lesen, nur dann kann ich Mimik und Gestik wahrnehmen. Ein hochgezogenes Augenbrauenpaar, ein kurzes Lächeln, ein Zögern, all das sagt oft mehr als tausend Nachrichten mit Emojis.


Und trotzdem leben wir in einer Zeit, in der so vieles genau dort beginnt: In Chats, in kleinen Nachrichten, in einem ersten Schritt, der digital passiert.


Also, was mache ich, wenn ER diesen ersten Schritt gemacht hat?

Abwarten, aus Selbstschutz?

Oder soll ich jetzt den nächsten wagen, trotz all meiner Zweifel?


Denn selbst wenn ich mich entscheide zu schreiben, kommt die nächste Hürde sofort hinterher: Was schreibt man?


Zu viel wirkt bedürftig.

Zu wenig wirkt kühl.

Zu ehrlich vielleicht abschreckend.

Zu vorsichtig wiederum uninteressant.


In meinem Kopf entstehen ganze Dialoge, bevor überhaupt ein Satz abgeschickt ist. Ich überlege, formuliere um, lösche, schreibe neu. Und manchmal bleibt am Ende nur der blinkende Cursor und mein eigenes Zögern.


Vielleicht ist genau das mein „Vielleicht“. Dieses Schweben zwischen Nein und Ja. Zwischen dem Wunsch nach Nähe und der Angst, sich zu zeigen. Zwischen dem Bedürfnis nach echtem Kontakt und der Unsicherheit, ob ein Chat dafür überhaupt der richtige Ort ist.


Und vielleicht muss nicht jede Antwort perfekt sein. Vielleicht reicht ein ehrlicher Satz. Einer, der nicht beeindrucken will, sondern einfach sagt: Ich bin da. Ich versuche es.


Ob daraus ein Ja wird oder doch ein Nein, das weiß man erst später.

Aber das Vielleicht … das ist der Moment, in dem alles möglich ist.


Liebe Grüsse

Ry

 
 
 

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